Background: Anna, Marcel & der Kindergarten of Joy – Teil 1

Marcel, Anna & der Kindergarten of Joy - Teil 1/2

Marcel und Anna sind Mitglieder bei world's education und begleiten das Tansania Projekt Kindergarten of Joy bereits seit 2017. Sie erzählen, wie es dazu kam und was die beiden daran motiviert sich für die Kindergartenkinder einzusetzen...

Marcel

Anna

Marcel Kliewe, 27,

Ingenieur

“Even small changes can make the world a better place”

Anna-Christin Langer, 23

Sozialarbeiterin

„Das Leben beginnt am Ende Deiner Komfortzone.“ -Neale Donald Walsch

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein soziales Projekt in Tansania zu unterstützen?
Wir sind schon oft als Touristen in vielen Ländern Afrikas gewesen und haben die schönen Seiten dieses Kontinents genossen. Auf unseren Reisen haben wir jedoch auch viel Leid und Armut gesehen. Kurz gesagt, war es für uns eine Herzensangelegenheit etwas zurückzugeben. Nach kurzer Suche sind wir dann auf das Projekt in Tansania gestoßen und dann ging das Abenteuer auch schon los! https://www.facebook.com/kindergartenofjoy/
Wie lange wart ihr vor Ort und was habt ihr dort genau gemacht?
Wir sind insgesamt 10 Wochen im Kindergarten in Tansania gewesen. Puh, was haben wir so gemacht? Unsere Aufgaben und Einsatzbereiche waren sehr unterschiedlich und vielseitig. Wir haben zum Bespiel einen Hühnerstall und einen Komposter gebaut. Gerade bei dem Komposter sind wir dem Problem mit dem Plastikmüll, das überall in Tansania vorherrscht, auf den Grund gegangen und haben die Leute vor Ort aufgeklärt. Neben diesen handwerklichen Tätigkeiten haben wir uns jedoch auch viel mit den Kindern, der Betreuung und Versorgung auseinander gesetzt. Ganz gleich ob als Koch, Lehrer oder Spielkamerad – irgendwas gab es immer zu tun. Ein weiteres großes Anliegen war die Umgestaltung des Tages- und Lernablaufes. Manchmal haben wir uns gefühlt wie in einem Militärcamp. Alles war sehr strikt und die Kinder mussten sehr viel lernen. Man darf dabei jedoch nicht vergessen, dass die kleinen zum Teil erst zwei Jahre alt waren. Deshalb haben wir den Unterricht umgestaltet, mehr Freizeit zum Spielen geschaffen und auch die Wissensvermittlung auf eine spielerische Basis gebracht. Auch die Lehrer vor Ort waren total zufrieden mit den Maßnahmen, der Unterricht läuft jetzt viel besser als vorher! Durch unser enges Zusammenleben mit den Menschen vor Ort hatten wir die Chance tief in die afrikanische Kultur einzutauschen. Wir haben viele Abende am Kohleofen (siehe Bild) gesessen und über das Leben geplaudert, sodass wir auch eine freundschaftliche Beziehung zueinander aufgebaut haben. In diesen Gesprächen ist uns klar geworden, dass wir zwar aus einer völlig anderen Kultur kommen uns aber trotzdem viel verbindet.
Warum wollt ihr den Kindergarten weiterhin unterstützen?
Um ehrlich zu sein, war der Aufenthalt als einmaliger, kurzfristiger Aufenthalt geplant. Doch oft zeigt einem das Leben neue Wege auf. Die Menschen vor Ort, insbesondere die Kinder sind uns einfach ans Herz gewachsen. Es gibt so viel zu tun, so viele Probleme die die Menschen vor Ort haben. Mit einem zehnwöchigen Aufenthalt ist es da einfach nicht getan. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, den Kindergarten langfristig und nachhaltig zu unterstützen.

*Teil 2 folgt....*

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